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Aktion der Ärzteinitiative anläßlich des 3. nationalen Protesstags am 19.10.2005

Stellenabbau an der Charité - "Wir können nicht mehr alle Löcher stopfen"

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Am 19.10.05 protestierten Ärzte der Charité erneut gegen die drohende Abwicklung der Hochschulmedizin durch nicht realisierbare Sparvorgaben der Politik und des Vorstands der Charité.

Die Arbeitsbedingungen der Ärzte sind bereits jetzt unzumutbar und werden sich durch eine destruktive Sparpolitik weiter verschlechtern. Dienstpläne können bereits jetzt kaum noch ausreichend besetzt werden, unter den aktuellen Bedingungen können Lehre und Forschung kaum noch sinnvoll durchgeführt werden.

Die Ärztinnen und Ärzte der Charité können die entstandenen Defizite trotz 85.000 unbezahlten Überstunden pro Monat nicht mehr ausgleichen. Ihre Arbeitssituation wird durch kurzlaufende Verträge, mangelnde Perspektiven für eine sinnvolle Forschung und Bürokratie weiter verschlechtert. Der Vorstand beabsichtigt, in den kommenden zwei Jahren weitere 300 ärztliche Stellen abzubauen.

Symbolisch versuchten daher einige Ärzte, die entstandenen Löcher an der Charité, symbolisiert durch eine Regentonne, mit ihren bloßen Händen zu stopfen - da sie jedoch durch weitere Stellenkürzungen immer weniger Hände gibt, blutet die Charité stellvertretend für die Hochschulmedizin in Deutschland letztlich aus und wird symbolisch zu Grabe getragen.

Die Aktion fand anläßlich des gemeinsamen Kongresses der DGU und der DGOOC und im Rahmen des 3. nationalen Protesttags gegen die Sparpolitik an den Hochschulklinika bundesweit statt.

Die Kongreßgesellschaften und der Kongreßpräsident solidarisierten sich ausdrücklich mit den Forderungen der protestierenden Ärzte.


Die Aktion in der Presse:

Tagesschau vom 19.10.2005 (mit Videoclip)

Berliner Zeitung vom 19.10.2005



Im Anschluß äußerten sich der Präsident der dt. Gesellschaft für Chirurgie sowie des Marburger Bundes vor den zahlreich erschienenen Vertretern der Presse.







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